Erste Maßnahme für die L 1199 erfolgreich umgesetzt: 70er-Schild ist montiert

Als „ersten Teilerfolg“ verbucht Landtagsabgeordneter Jochen Haußmann, dass jetzt ein 70er Schild auf der L1199 den Verkehr in Richtung Kernen-Stetten schon vor dem Ortsanfang abbremst. „Ich danke dem Landratsamt für die intensive Prüfung und die zügige Anbringung des neuen Schildes“, freut sich Jochen Haußmann. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Verkehrssicherheit. Eine verkehrliche Gefahrenstelle besteht diesbezüglich vor dem Stettener Ortseingang. Die Strecke ist abschüssig und es bestehen Ein- bzw. Ausfahrten zum Friedhof und zum Wanderparkplatz. Nach einer eingehenden verkehrssicherheitstechnischen Bewertung hatte das Landratsamt vor dem Ortseingang Stetten eine Temporeduzierung auf 70 befürwortet. Positiver Nebeneffekt: Damit soll auch der Lärm durch Motorradfahrer und Autos mit sogenannten Sportauspuffanlagen gedrosselt werden. Ein Teilerfolg ist das Schild für den FDP-Landtagsabgeordneten und verkehrspolitischen Sprecher seiner Fraktion deswegen, „weil auch eine Tempobeschränkung ortsauswärts in Richtung der Doppelkurve wünschenswert wäre.“ Allerdings ist derzeit eine Temporeduzierung in Richtung Esslingen nach dem Ortsausgang nach der Bewertung des Landratsamtes nicht angezeigt und aufgrund der aktuellen Rechtslage nicht möglich.

Außerdem steht noch das Thema Lärmdisplay an. Am 16.2.2018 hat die Landkreisverwaltung in der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses die Konzeption zum Vorgehen gegen die Belästigung durch unnötigen Verkehrslärm vorgestellt. Der Rems-Murr-Kreis prüft derzeit, ob ein Lärmdisplay angeschafft wird. Bürgermeister Stefan Altenberger hat für die Gemeinde Kernen beantragt, dass im Falle der Beschaffung des Lärmdisplays durch den Landkreis dieses Lärmdisplay an der L 1199 am Stettener Ortsausgang in Richtung Esslingen aufgestellt wird. Mit der Textanzeige und dem Leitpfostenzählgerät kann sowohl die Lärmmessung als auch die Fahrzeugzählung vorgenommen werden. Diese Gerätekombination ist für den Einsatz zur Lärmprävention konzipiert.

Darüber hinaus wird die Gemeinde Kernen mit den Verkehrsbehörden in enger Abstimmung bleiben, um die Tempobeschränkung in der Stettener Ortsdurchfahrt regelmäßig zu überwachen.

Jochen Haußmanns Zwischenfazit: „Das Thema Motorradlärm braucht eine gewisse Beharrlichkeit und Öffentlichkeit. Die Hürden für Lärmschutzmaßnahmen sind hoch. Deshalb war auch das Treffen am Ortsausgang von Stetten im Juli 2017 mit Bürgerinnen und Bürgern, Bürgermeister Stefan Altenberger und dem Lärmschutzbeauftragten des Landes, Thomas Marwein, sehr wichtig.“